Kalkulations-Tools
ASEW-Kalkulations-Tools sind praxisorientierte Rechentools (typischerweise Excel-basiert) für Stadtwerke, die bei Angebotskalkulationen und Wirtschaftlichkeitsanalysen unterstützen – z. B. für Wärmepumpen-Angebote, Photovoltaik-Kalkulationen, öffentliche Ladeinfrastruktur/Contracting, Carsharing oder freiwillige CO₂-Kompensation. Sie bilden projektrelevante Kosten- und Erlösbausteine strukturiert ab (z. B. Investitionen und laufende Kosten, Backend-Betrieb, Stromerlöse, THG-Quote, optional PV-Einbindung, Fördermittel/Kredite) und liefern damit eine belastbare Grundlage für interne Entscheidungen und die Kundenberatung.
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Schnell kalkulationsfähig: standardisierte Struktur für Angebote und Business-Cases
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Wirtschaftlichkeit transparent: Invest, Opex und Erlöse sauber abbilden
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Beratungssichere Argumentation und Vergleichbarkeit in Vertrieb und Kundenberatung
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Auf typische Anwendungsfälle im kommunalen Umfeld zugeschnitten
Das Kalkulationstool Photovoltaik ermöglicht schnelle und reproduzierbare Angebotskalkulationen und verschafft einen Überblick über die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage. Im Tool gibt es die Möglichkeit, zwischen Privat- sowie Gewerbekunden zu unterscheiden und es werden viele Übersichten (z.B. Diagramme zur Wirtschaftlichkeit) erstellt, welche im Kundengespräch eingesetzt werden können. Das Ergebnis wird mittels der Kapitalwertmethode (abgezinste Einnahmen und Ausgaben) dargestellt.
Das Angebots-Kalkulationstool Wärmepumpe ermöglicht schnelle und reproduzierbare Angebotskalkulationen und verschafft einen Überblick über die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe. Im Tool gibt es die Möglichkeit, zwischen Wohn- und Nichtwohngebäuden und Ein- und Mehrfamilienhäusern zu unterscheiden. Außerdem werden die gängigen Modelle Kauf, Pacht und (Wärmeliefer-) Contracting gegenübergestellt. Das Ergebnis wird mittels der Kapitalwertmethode (abgezinste Einnahmen und Ausgaben) dargestellt.
Wenn Stadtwerke ihrer Kundschaft kompensierte Produkte wie etwa Erdgas anbieten möchten, müssen diese für den entsprechenden Produktabsatz CO2-Kompensationszertifikate in Form von VER (Verified Emission Reductions) einkaufen.Mithilfe des Kalkulations-Tools CO2-Kompensationszertifikate können Sie in Excel den VER-Bedarf für kompensiertes Erdgas (sowohl mit als auch ohne Vorkette) und die Vorkette von Ökostrom ermitteln. Für den jahresübergreifenden Überblick wird zudem eine Vorlage zur VER-Bilanzierung der Bedarfe und Stilllegungen bereitgestellt. In einem weiteren Tabellenblatt finden Sie die VER-Blacklist, einen Auszug kritisierter Kompensationsprojekte zum Abgleich im Rahmen von VER-Beschaffungen. Zuletzt können noch die Auswirkungen von Biomethan-Beimischprodukten auf die BEHG-Kosten berechnet werden.
Das Kalkulationstool zum Thema Ladeinfrastruktur-Contracting der ASEW deckt sowohl Wallbox- als auch Ladesäulen-Contracting ab und betrachtet hierbei die kapitalgebundenen sowie die betriebsgebundenen Kosten, Einnahmen aus dem THG-Quotenhandel, die Option für Einmalzahlungen sowie die Inflation über einen individuell angebbaren Betrachtungszeitraum, um eine angemessene Contracting-Pauschale für die Erreichung der Wirtschaftlichkeit des Projektes zu berechnen. Je nachdem ob es sich um eine Wallbox handelt oder um eine Ladesäule, ob der Kunde der Besitzer der Anlage ist oder das Stadtwerk variieren einige Kostenstellen. Eine Anleitung für das korrekte Ausfüllen des Tools finden Sie auf dem Deckblatt der Excel-Datei. Sollten Sie weitere Fragen hierzu haben, können Sie sich gerne an uns wenden. Wir hoffen, das Tool hilft Ihnen dabei, Ihre Projekte umzusetzen.
Da derartige Projekte im Bereich Ladeinfrastruktur mit vielen verschiedenen Kostentreibern und Investitionskosten verbunden sind, gleichzeitig aber auch Einnahmen durch den Stromverkauf sowie die THG-Quote entstehen, verliert man als Betreiber schnell den Überblick über die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojektes vor allem vor dem Hintergrund seiner gesamten Laufzeit. Das Tool wurde für DC-Ladeinfrastruktur (Gleichstrom) konzipiert, es kann aber auch für reine AC-Projekte (Wechselstrom) angewandt werden.
Mit dem Excel-Kalkulationstool Business-Case „THG-Quote“ lassen sich potenzielle Einnahmen über den THG-Quotenhandel kalkulieren. Unser Kalkulationstool erlaubt es, Ladestrom aus Öffentlicher Ladeinfrastruktur ebenso wie E-Fahrzeuge aus der eigenen Flotte sowie die Anrechnung von Privatfahrzeugen einzubeziehen. Auch die Dienstleister-Kosten sind berücksichtigt.
Das ASEW-CarSharing-Tool ist für eine erste Grobkalkulation gedacht, anhand derer ein Stadtwerk die Wirtschaftlichkeit der drei CarSharing-Modelle „Fahrzeugkauf“, „Fahrzeugmiete“ sowie „Abwicklung über einen externen Dienstleister“ für einen Fuhrpark von maximal 10 Fahrzeugen über 6 Jahre ermitteln kann. Die Kalkulation ersetzt allerdings keine genaue Planung des Investitionsvorhabens, sondern soll als erster Indikator dienen.
Für den Fall einer Gasmangellage ist es empfehlenswert, Maßnahmen zur Entlastung der Gasnetze bereitzuhalten. Netzbetreiber können von Gewerbe- und Industriekunden fordern, für diesen Fall entsprechende Abstufungspläne vorzulegen. So soll im Ernstfall dann schrittweise der Gasverbrauch gesenkt werden können. Fehlen diese Pläne, droht gegebenenfalls eine komplette Abschaltung der Produktionslinien von Unternehmen.Mithilfe unseres Kalkulationstools können Stadtwerke den Gasbedarf für Beheizung und Produktionsprozesse bei Gewerbe- und Geschäftskunden abschätzen und verschiedene Maßnahmen (beispielsweise die schrittweise Absenkung der Raumtemperatur) zum Gassparen ermitteln.In einem zweiten Schritt können Abstufungspläne erstellt werden, die im Falle einer Gasmangellage von Netzbetreibern teilweise gefordert werden bzw. dem Kunden bei eigenen Einsparplänen helfen.Für den leichten Einstieg in die Nutzung des Tool, bspw. durch den Vertrieb, haben wir ein Schulungsvideo in der ASEW-Mediathek für Sie erstellt.
Contracting ist für Stadtwerke in den letzten Jahren verstärkt zu einem neuen Standbein im Bereich der Non-Commodity-Leistungen geworden. Besonders interessant sind diese Angebote natürlich dann, wenn sie etwas größere Anlagen erlauben, also etwa in Mehrfamilienhäusern oder im Gewerbe. Gerade für die Wohnungswirtschaft ist es aber wichtig, dass die Contractings neben einer besseren Effizienz auch Kostenneutralität nach §556c BGB und WärmeLV gewährleisten. Die Wärmelieferverordnung (WärmeLV) besagt, dass Contracting eingeführt werden kann, wenn es für die Mieter nicht teurer wird. Dies muss vor der Einführung durch einen Kostenvergleich nachgewiesen werden. Hierbei unterstützt unser Werkzeug.
Die ASEW stellt Mitgliedsunternehmen kostenfrei ein Excel-basiertes Werkzeug für die Durchführung einer Erst-Energieberatung zur Verfügung. Damit werden Kund:innenberater:innen befähigt, eine Strom- oder Gas-Verbrauchsanalyse im Kund:innencenter oder telefonisch durchzuführen. Über die Gegenüberstellung mit Durchschnittswerten erhalten Kundinnen und Kunden so ggf. einen Hinweis auf mögliche Einsparpotenziale. Bei Neukund:innen berechnet das Excel-Tool einen durchschnittlichen Verbrauch, der als Basis für die Ermittlung der Abschlagszahlung herangezogen werden kann.