Der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran hat erhebliche Folgen für den weltweiten Ölmarkt. Die Internationale Energieagentur (IEA) korrigiert deshalb nun die Jahresprognose nach unten. Die weltweite Ölnachfrage dürfte laut IEA um 80.000 Barrel pro Tag abnehmen.
Die neue Prognose geht davon aus, dass der Krieg im Nahen Osten die Öllieferungen beeinträchtigt und die Weltwirtschaft belastet. Bislang war die IEA von einem deutlichen Anstieg der Nachfrage von 640.000 Barrel pro Tag ausgegangen. Auch das Ölangebot werde statt um 1,5 Millionen Barrel pro Tag nur um 1,1 Millionen Barrel pro Tag zunehmen.
IEAChef Fatih Birol hatte bereits zuvor gewarnt, dass der April für die Energiemärkte und die Weltwirtschaft ein schwierigerer Monat werden dürfte als der März. Während im März noch Lieferungen aus der Region eingetroffen seien, die „lange vor Beginn der Krise verladen wurden“, sei im April „nichts verladen worden“.
Die Welt steht Birol zufolge vor einer großen Herausforderung in Bezug auf Energiesicherheit. „Kein Land ist gegen dieses Problem immun“. Je länger die Unterbrechung anhalte, desto gravierender werde das Problem.
Der Internationale Währungsfonds (IWF), die Weltbank und die Internationale Energieagentur (IEA) riefen die Staatengemeinschaft dazu auf, angesichts des nach ihren Worten größten Schocks für den globalen Energiemarkt das Horten von Energievorräten und die Verhängung von Exportbeschränkungen zu vermeiden.